Günter Grass

Letzte Tänze I (Rag und Blues – zwischendurch Damenwahl)

, 2003
  • Material
    Lithografie inkl. Buch der Erstausgabe
  • Production Method
    Vorzugsausgabe, signiert und nummeriert
  • Edition Size
    100
  • Measurement
    29 x 23 cm
  • Details about the frame
    Handgefertigter edler gewachster Ahornrahmen,10mm Distanzleiste. Außenmaße ca. 26,6 x 33,6 cm. Inkl. Rückseitiger Hängeleiste, staubdicht verschlossen.
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Über den Künstler

Für den Schaffensdrang und das Ausdrucksvermögen von Günter Grass reichte eine Kunst allein nicht aus. Sein literarisches Können wurde flankiert von Arbeiten in den Medien der Skulptur, Zeichnung, Radierung und Lithografie. Nach einer Steinmetzlehre studierte der Nobelpreisträger von 1999 Grafik und Bildhauerei. Sein Verleger Gerhard Steidl wurde diesem prallen Werk auch in Buchform gerecht. Zwei Jahrzehnte arbeitete der gelernte Drucker mit Grass zusammen. „Solange wir beide mit dem Buch beschäftigt sind, gehört es uns ganz allein“, sagte der ihm einmal. Mit dünner Radiernadel ritzte Grass seine Figuren und titelgebenden Tiere wie die Rättin, den Butt, den Krebs oder die Unke ins Metall. Schon seine erste Veröffentlichung, „Die Vorzüge der Windhühner“ von 1956, enthielt Gedichte, Zeichnungen und Prosa. „Und gleichfalls sind jene Federzeichnungen für jene englische Broschur, die unter dem Titel ‚Die Vorzüge der Windhühner‘ mein erstes Buch werden sollte, kein illustrierendes Beiwerk, sondern als grafische Fortsetzung und Vorwegnahme der Gedichte zu sehen", so der Künstler. Grass, der 2015 im Alter von 87 Jahren starb, hat neben seiner preisgekrönten Prosa ein bedeutendes bildnerisches und druckgrafisches Werk hinterlassen.

Über die Edition

Dass ihm noch zwölf Jahre bleiben würden, dass hätte Günter Grass bei der Arbeit an „Letzte Tänze“ im Jahr 2003 wahrscheinlich nicht gedacht. In Gedichten und Zeichnungen umkreist er dort seine Leidenschaft: den Tanz. Sein fast alterslos wirkendes tanzendes Paar scheint vor Energie, Lust und Körperspannung zu vibrieren – Rücken an Rücken. Die Lithografie „Rag und Blues – zwischendurch Damenwahl“ erzählt von fiebrig durchtanzten Nächten in der Kriegs- und Nachkriegszeit. Und Grass beschönigt nichts: „Weil Krieg war und Männer / in Stiefeln weit ostwärts / so daß sich die Mädchen / aus Mangel und Tanzlust / uns Jungs von der Bank weg / mit Fingerschnalz wegholten“, heißt es im aufwendig gestalteten, von ihm signierten Steidl-Band.

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