Raymond Pettibon

One more line

, 2005
  • Material
    Radierung, vorne rechts signiert, links nummeriert
  • Auflage
    35
  • Maße
    40 cm x 49 cm (Blattmaß)
  • Details zum Rahmen
    Edler, handgefertiger Ahorn-Rahmen mit Distanzleiste und entspiegeltem Museumsglas, Rahmenmaß: ca. 54 cm (Höhe) x 45 cm (Breite), Leistenbreite: 10 cm, Leistentiefe: 30 cm.
    Inkl. rückseitiger Hängeleiste.
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Für die einen ist er „einer der eindringlichsten Chronisten des amerikanischen Traums“ (Gerald Matt), für die anderen der Illustrator des amerikanischen Punkrock, der für Bands wie „Black Flag“ und „Sonic Youth“ Albumcover gestaltete, die zur Legende wurden. Die Rede ist von dem Kalifornier Raymond Pettibon (geb. 1957), der in den frühen 1980er Jahren begann, seine stets mit Texten kombinierten, sozialkritischen Tuschezeichnungen zu veröffentlichen. Aus den Punkfans wurden Kunstsammler und aus Pettibon wurde einer der gefragtesten Künstler unserer Zeit.

Pettibon, dessen Nachname seinem Vater zu verdanken ist, der ihm den Spitznamen „petit bon“ gab, studiert erst Ökonomie, bevor er sich zunehmend seiner künstlerischen Tätigkeit widmet und Illustrationen für Fanzines sowie Flyer, Poster und Plattencover gestaltet, u. a. für das Plattenlabel seines Halbbruders Greg Ginn. Etwas später entdeckt ihn auch die Kunstwelt, seine Zeichnungen waren im MOMA, New York, auf der Biennale in Venedig und 2002 auf der documenta 9 in Kassel zu sehen. 2004 verleiht ihm das New Yorker Whitney Museum of American Art den hoch dekorierten Bucksbaum Award und just 2013 erzielt eine Arbeit von ihm aus dem Jahr 2000 bei Sotheby‘s den stolzen Preis von 413.000 US-Dollar.
„One more line“ steht in Raymond Pettibons charakteristischer Handschrift auf dieser Radierung, die einen kleinen Vogel beim Nestbau zeigt – ein ganz besonderes Fundstück von artflash! Entdeckt haben wir die Arbeit in einer kleinen Druckerei in Santa Monica an der Westküste der USA, dort, wo ihr Schöpfer aufgewachsen ist. Wie kein anderer hat Pettibon den Mikrokosmos Kalifornien der 1980er bis 2000er Jahre in seinen Tuschezeichnungen festgehalten. Ob der gekreuzigte Elvis Presley mit Sonnenbrille in Unterhosen, Surfer in riesigen blauen Wellen, blutverschmierte Pistolen oder die typische Ehefrau der amerikanischen Mittelschicht – Pettibon versieht seine comichaften Figuren mit schwarzhumorigen, teils heiteren, meist aber bitterbösen Textauszügen, deren Quellen von der Bibel bis zu Marcel Proust reichen. Die Textfragmente lassen hierbei nicht immer auf den ersten Blick einen unmittelbaren inhaltlichen Bezug zu Pettibons Bilderwelt erkennen, oftmals sind sie inkohärent oder doppeldeutig. In der Arbeit „One more line“ ist diese Mehrdeutigkeit ebenfalls angelegt, wenn man den Vogel betrachtet, wie er den Zweig im Schnabel hält, der einer Linie gleicht, und emsig an seinem Nest arbeitet – mit kräftigem Schwung gezeichnet, voller Unschuld und Konzentration, so scheint es ... Jedoch: Wenn man das Glück hat, Pettibon einmal zu erleben, sein Auftreten bei öffentlichen Anlässen zu beobachten, wie er, den Blick gesenkt, zugleich mit seiner enormen Präsenz beeindruckt, dann nimmt man ihm diese Unschuld nicht ab und fragt sich zu Recht, ob es ihm wirklich nur um eine kleine Naturstudie ging, als er diese Druckgrafik in der Druckerei seines Freundes John in Santa Monica anfertigte.

Latest Exhibitions (Selection)

2016, Homo Americanus, Raymond Pettibon, Sammlung Falckenberg, Hamburg-Harburg
2015, From my bumbling attempt to write a disastrous musical, these illustrations muyst suffice, Regen Projects, Los Angeles
2012, Raymond Pettibon. Whuytuyp, Kunstmuseum Luzern
2012, Tracing the Century, Drawing as a Catalyst for Change, Tate Liverpool
2012, Kids, Contemporary Fine Arts, Berlin
2011, Under the Big Black Sun, California Art 1974-1981, The Geffen Contemporary at MOCA, Los Angeles
2011, Albertina Contemporary, Gerhard Richter bis Kiki Smith, Albertina, Wien
2011, Compass, Drawings from the Museum of Modern Art New York, Martin-Gropius-Bau, Berlin
2010, Liverpool Biennial of Contemporary Art, Liverpool
2010, Draw, Mexico City, Abarrotera Mexicana, Guadalajara
2010, Collecting Biennials, Whitney Museum of American Art, New York
2010, Hard in the Paint, David Zwirner, New York
2009, MOCA´s First Thirty Years, MOCA Grand Avenue, Los Angeles
2009, The Making of Art, Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main
2009, Sonic Youth etc., Sensational Fix, Kunsthalle Düsseldorf
2008, Noleftovers, Kunsthalle Bern
2007, Ed Ruscha/Raymond Pettibon, The Holy Bible and the end, San Jose Museum of Art, San Jose
2007, 52nd International Art Exhibition Venice Biennale, Venedig
2007, Richard Artschwager, Louise Bourgeois, Roni Horn, Raymond Pettitbon, Xavier Hufkens, Brüssel
2006, Kunst aus Los Angeles der 60er bis 90er Jahre, Kunstverein Braunschweig, Braunschweig
2006, Thank you for the music (London Beat), Sprüth Magers London
2006, Raymond Pettibon - Whatever it is you're looking for you won't find it here - Kunsthalle Wien (Museumsquartier), Wien
2006, Where are we going, Selections from the Francois Pinault Collection , Palazzo Grassi, Francois Pinault Foundation, Venedig
2005, Big Bang, Centre Pompidou - Musée National d´Art Moderne, Paris
2005, Just do it!, Die Subversion der Zeichen von Marcel Duchamp bis Prada Meinhof, Lentos Kunstmuseum Linz
2005, Raymond Pettibon, Drawing from the Modern, 1975-2005, MoMA, Museum of Modern Art, New York
2004, Beautiful Losers, CAC - Cincinnati Contemporary Arts Center, Cincinnati
2003, Blinde wehrt Euch!, Gibt´s mich wirklich, K21 Ständehaus, Düsseldorf
2002, Documenta 11, Kassel
2002, Raymond Pettibon, Museu d´Art Contemporani de Barcelona, MACBA, Barcelona
2001, Televisions, Kunst sieht fern, Kunsthalle Wien
1999, Stop the Violence, MAK, Museum für Angewandte Kunst, Wien
1998, Dix / Pettibon, Traue deinen Augen, Kunsthalle zu Kiel
1998, Early Works, Regen Projects, Los Angeles
1998, Raymond Pettibon - The Renaissance Society at The University of Chicago, Chicago
1997, Heaven, MoMA PS1, New York
1994, Mapping, MoMA, Museum of Modern Art, New York
1992, Helter Skelter, L.A. Art In The 1990s, The Geffen Contemporary at MOCA, Los Angeles

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