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Markus Oehlen
Begonnen hat er als die Verkörperung des ‚Jungen Wilden’ schlechthin, der die vom atomarem Wettrüsten geprägte No-Future-Stimmung der 80er Jahre als Punk-Musiker auf den Punkt brachte: Markus Oehlen, Jahrgang 1956, einst Schlagzeuger der Band ‚Fehlfarben’, heute international anerkannter Maler und Bildhauer sowie Professor an der Akademie der Bildenden Künste München. </p>
<p>Oehlen, gelernter technischer Zeichner, hat eine ihm ganz eigene Bildsprache entwickelt: In mehreren Bildschichten übereinander gelagert, teils gedruckt, teils gemalt, lässt er Kompositionen aus grafisch-linearen, abstrakten und figurativen Elementen entstehen, die in ihrer Farbigkeit dreidimensional werden – sie erscheinen plastisch und sind doch nicht zu greifen. Mit immer neuen Materialien, von Wachs, Lack und Kugelschreiber bis hin zur Verwendung von Fotos und computergenerierter Muster sprengt Oehlen auch in seiner Technik den Rahmen des Gewohnten.
1993 widmete das MOMA New York Markus Oehlen zusammen mit Georg Herold eine Werkschau als den zwei herausragenden Vertretern der dritten deutschen Nachkriegs-Künstlergeneration.
Markus Oehlen, Old Venlo
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Jiri Georg Dokoupil
Zu den Seifenblasen ist Dokoupil jüngst zurückgekehrt, und kreiert damit farbintensive, organisch anmutende abstrakter Elemente, die in ganz eigenen Kosmen zu schweben scheinen. Aber auch auf Kerzenruß und Muttermilch, Autoreifen und Peitschen griff der radikale Ideentreiber in seinem facettenreichen Werk zurück. Das changiert zwischen Fotorealismus, Surrealismus und Abstraktion. Schon sein Vater, der mit einem Patent für Lederverarbeitung die Schuhindustrie revolutionierte, war Erfinder – und träumte von immer neuen Entdeckungen. Was für ein unerschöpfliches Terrain bietet da erst die Kunst!
Dokoupil wurde schon im Jahr 1987 nicht nur zur Venedig Biennale, sondern auch zur Documenta eingeladen. Kein geringerer als der Galerist Bruno Bischofberger vertreibt Dokoupils Werk, zu dessen Programm allen voran Andy Warhol oder auch Jean Tinguely und Jean-Michel Basquiat gehören. Dokoupil mischte nicht nur in der Kölner, sondern auch in der New Yorker Szene kräftig mit. Von Basquiats legendärer Silvesterparty im Jahr 1984 kann er so einiges erzählen ...
Jiri Georg Dokoupil, Buddha
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Joseph Beuys
Aktionskünstler, Bildhauer, Sozialphilosoph und Exzentriker: Joseph Beuys gilt weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts überhaupt. Getreu seiner Maxime „Jeder Mensch ist ein Künstler" machte er auch sich selbst zum Kunstwerk: Sein Auftreten mit Hut, Sportweste und enormem Charisma bleibt einzigartig. In legendären Aktionen trug er, den Kopf mit Blattgold und Honig beschmiert, 1965 einen toten Hasen durch eine Ausstellung und führte damit vor, „wie man dem toten Hasen die Kunst erklärt", oder baute für die documenta 6 im Jahr 1977 seine „Honigpumpe am Arbeitsplatz", eine riesige, über mehrere Stockwerke verteilte Anlage, die insgesamt drei Zentner "Honig der marke Langnese" durch ein Schlauchsystem transportierte. Beuys’ Aktionen bestanden aus vielfach verstörenden Handlungen und Gesten, die unsere verkrusteten Denkmuster sprengen: verstiegen, aber nie verrückt – einfach, aber nie banal – genial.
Joseph Beuys, Wiedergeborene Höhlenmenschen
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Simone Haack
Die Künstlerin Simone Haack (geb. 1978) muss eines ganz sicher besitzen: Empathie. Denn ohne ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen wären die komplexe Gefühlswelten ausstrahlenden Figuren in ihren Werken kaum vorstellbar. „In meiner künstlerischen Arbeit gilt mein vorrangiges Interesse der Visualisierung von Innen- und Parallelwelten“, sagt Haack – und die sind nicht allein im Hier und Jetzt verhaftet. „Obwohl meine Zeichnungen den Regeln einer realistischen Darstellung folgen, etablieren sie eine Realität, die wir mit Träumen, Erinnerung und Imagination assoziieren.“
Simone Haack, Maskenmann
Available
Simone Haack
Die Künstlerin Simone Haack (geb. 1978) muss eines ganz sicher besitzen: Empathie. Denn ohne ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen wären die komplexe Gefühlswelten ausstrahlenden Figuren in ihren Werken kaum vorstellbar. „In meiner künstlerischen Arbeit gilt mein vorrangiges Interesse der Visualisierung von Innen- und Parallelwelten“, sagt Haack – und die sind nicht allein im Hier und Jetzt verhaftet. „Obwohl meine Zeichnungen den Regeln einer realistischen Darstellung folgen, etablieren sie eine Realität, die wir mit Träumen, Erinnerung und Imagination assoziieren."
Simone Haack, Die Andere
Available
Joseph Beuys
Aktionskünstler, Bildhauer, Sozialphilosoph und Exzentriker: Joseph Beuys gilt weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts überhaupt. Getreu seiner Maxime „Jeder Mensch ist ein Künstler" machte er auch sich selbst zum Kunstwerk: Sein Auftreten mit Hut, Sportweste und enormem Charisma bleibt einzigartig. In legendären Aktionen trug er, den Kopf mit Blattgold und Honig beschmiert, 1965 einen toten Hasen durch eine Ausstellung und führte damit vor, „wie man dem toten Hasen die Kunst erklärt", oder baute für die documenta 6 im Jahr 1977 seine „Honigpumpe am Arbeitsplatz", eine riesige, über mehrere Stockwerke verteilte Anlage, die insgesamt drei Zentner "Honig der marke Langnese" durch ein Schlauchsystem transportierte. Beuys’ Aktionen bestanden aus vielfach verstörenden Handlungen und Gesten, die unsere verkrusteten Denkmuster sprengen: verstiegen, aber nie verrückt – einfach, aber nie banal – genial.
Joseph Beuys, Beuys boxt für Direkte Demokratie
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Philip Grözinger
Der in Berlin lebende, international bekannte Künstler Philip Grözinger wurde 1972 in Braunschweig geboren. Er studierte freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Sein Werk umfasst Malerei, Zeichnung, Grafik und Skulptur. Grözingers künstlerisches Universum ist reich an Figuren, Kreaturen, Hybriden zwischen Mensch und Maschine. Als Künstler ist er ein Erfinder. Seine Bilder sind Visionen einer anderen Welt. Sie erzählen uns von der Zukunft und von den Weiten des Weltraumes gleich einem visuellen Science-Fiction-Roman. Humorvoll, sarkastisch, poetisch, so lässt sich Grözingers Werk beschreiben. Sein Farbauftrag ist expressiv, sein Kolorit mal grell, mal zurückhaltend. 2014 nahm er an einem „Artist in Residence“-Programm des CCA Andratx, Mallorca, teil.
Philip Grözinger, Ohne Titel II
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Jamel Shabazz
Die Karriere von Jamel Shabazz (*1960) als Fotograf begann in den 1980er Jahren, als Jean-Michel Basquiat und Keith Haring die Kunstszene von New York beherrschten. Shabbazz, der in Brooklyn geboren wurde und dort auch aufwuchs, fotografierte in seiner New Yorker Nachbarschaft das alltägliche Leben. Seine Aufnahmen halten förmlich inne, erhaschen die kleinen Momente inmitten der unaufhörlichen Menschenströme auf den Straßen und in der Metro der Megacity.
Shabazz verfolgt mit seinem Werk eine politische Intention. Seine Straßenfotografie ist eine friedliche Auseinandersetzung mit der sozialen Situation der Afroamerikaner, der Latinos und der Jugendkultur. So wurde Shabazz zum Dokumentaristen der Black Community. Sein Ziel ist es, Stereotype zu durchbrechen und die afroamerikanische Lebensart und Gemeinschaft in einem positiven Licht darzustellen. Inspiration fand Shabazz in jungen Jahren nicht zuletzt bei dem Bürgerrechtler Malcolm X.
Jamel Shabazz, Street Photographers of Times Square
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Philip Grözinger
Als Kind las sich Philip Grözinger durch die Science-Fiction-Regale der Stadtbibliothek in Braunschweig. Hier entdeckte der spätere Künstler auch „Solaris“-Autor Stanisław Lem für sich – um später bei den Dystopien russischer Filmemacher aus den 70er Jahren zu landen. Seinen Bilderwelten sind diese frühen Leidenschaften auch heute noch anzusehen. </p>
<p>Merkwürdige Wesen und Maschinen bevölkern die apokalyptisch anmutenden Landschaften in seinen handsignierten Linolschnitten, die Werke mit einem großen Erzählpotenzial sind. Grözinger selbst beschreibt den künstlerischen Schaffensprozess als eine Reise nach innen: „Ich muss meinen Weg erfühlen, als wäre ich in einem Labyrinth“, so der Künstler in einem „artfridge“-Interview. „Dieses Den-Weg-Erfühlen ist es, was mir das größte Vergnügen bereitet.“
Philip Grözinger, Ohne Titel III
Available
Kim Schoen
Born in Princeton in 1969, artist Kim Schoen studied at the Royal College of Art in London and at the California Institute of the Arts, Valencia. She lives in Los Angeles and Berlin.
Her edition “Stilvoll leben” (“Living in style”) shows a photograph of an oddity. The perfectly lit picture shows a book that isn’t really a book at all. The object is only pretending to be a book. It does so without any pages. The purpose of this book is not to serve literary pleasure, it functions instead as a piece of decor. Instead of a book, we see a mock-up of a book. A book sold by the meter intended to embellish the shelves of furniture stores. Ever since Schoen stumbled across these absurd objects, she has been fascinated by them.
Kim Schoen, Stilvoll leben (Living in style)
Available
A.R. Penck
Strichmännchen wie aus der Höhlenmalerei, Bildelemente, die an Runen erinnern, und eine Ästhetik, die Graffiti schon früh vorwegnimmt: A.R. Penck ist unverkennbar. Geboren 1939 als Ralf Winkler in Dresden, blieb der Autodidakt in der DDR weitgehend unbekannt, während seine Werke, die so gar nicht der offiziellen sozialistischen Vorstellung entsprachen, ab den 1960er Jahren von der BRD aus die Welt eroberten und ihn in den 1980ern endgültig zu einem Star der internationalen Kunstszene machten. Auf insgesamt drei documenta-Ausstellungen (1972, 1982 und 1992) vertreten, wurde ihm 1977 die erneute Teilnahme in Kassel durch Einwirken eines IM der DDR-Staatssicherheit auf einen hessischen Parlamentarier verwehrt. Nachdem 1980 seine Ausbürgerung in die BRD erzwungen worden war, blieb Penck nur kurz im anderen Deutschland, wanderte dann nach Irland aus und lebte in Dublin, Berlin und New York.
A.R. Penck, Rotes Pferd
Out of stock
Olaf Hajek
Olaf Hajek (born 1965) is among the best-known and most sought-after illustrators in the world. He has created illustrations for the New York Times, the Guardian and SZ-Magazin, designed a postage stamp for the British Crown, illustrated a book for Little Gurus and devised advertising campaigns for a Swedish chocolate brand.
Next to his commissioned work, all of which Hajek creates using acrylic paint while living in Berlin, he is increasingly dedicating himself to painting on a freelance basis. His style is unique: With a repertoire of colours and forms that knows no limits, Hajek conjures up dreamlike, exotic worlds in which birds and insects congregate, snakes and human bodies intertwine and women don wondrous floral arrangements. With this edition exclusively created for Artflash, we may marvel at the enchanting beauty of a woman with lavish hair, a long neck and a richly adorned forehead. In front of her face, she holds a vibrantly coloured bird-of-paradise flower, spanning colours from ochre to red, from purple to bright blue. In that way, “Flower” recalls the colourful exuberance of the Impressionists, such as that of Paul Gauguin, yet exhibits complete timelessness — simply enticing!
Olaf Hajek, The Flower
Available
Friedrich Kunath
Friedrich Kunaths Werk ist getragen von Poetik, Melancholie, Ironie, Absurdität und Existenzialismus. Das Gewöhnliche spielt ebenso wie das Erhabene eine Rolle in seiner Kunst. Selbstbewusstsein und Zweifel widersprechen sich bei Kunath nicht. Seine Ausdrucksweise in Malerei, Zeichnung, Objektkunst, Fotografie, Video- sowie Mixed-Media-Installation und Performance ist immer überraschend und unendlich reich an Ideen. Seine Rauminszenierungen wirken oft befremdlich, verbinden das scheinbar Unvereinbare miteinander.
In der internationalen Kunstszene ist Kunath seit den späten 1990er Jahren erfolgreich und berühmt. Er wurde 1974 in Chemnitz geboren und wuchs in Ost-Berlin auf. Bei Walter Dahn studierte er an der Hochschule für Bildende Künste, heute lebt und arbeitet er in Los Angeles. 2012 erhielt er den renommierten Sprengel-Preis für Bildende Kunst.
Friedrich Kunath, I don't worry anymore
Out of stock
Françoise Pétrovitch
Das Fragile interessiert Françoise Pétrovitch, daher überrascht es nicht, dass ihr – obwohl sie mit unterschiedlichsten Materialien und Medien arbeitet – die Zeichnung die liebste künstlerische Technik ist. Dabei kommt es ihr auf die spontane Geste an, frei skizziert sie in einfachen Linien Figuren auf Papier. Diese changieren zwischen Kindheit und Erwachsensein, männlich und weiblich oder auch Mensch und Tier. Die Gestalten der 1964 in Chambéry geborenen Pétrovitch stehen meist isoliert auf weißem Grund. Das verleiht ihnen Kraft – vermittelt aber auch das Gefühl von Verlorenheit.
Françoise Pétrovitch, Rougir (Jeune Aux Gants)
Out of stock
Robert Indiana
Er ist einer der Hauptvertreter der amerikanischen Pop-Art. Robert Indiana wurde 1928 unter dem bürgerlichen Namen Robert Clark in New Castle, Indiana, geboren. Bekannt wurde er durch seine Textbilder. Sein Buchstabenwerk „LOVE“ (1966) hat ihn weltweit berühmt gemacht. Angeregt wurde die Idee zu „LOVE“ vom New Yorker Museum of Modern Art, das Indiana im Jahr 1965 darum bat, eine Weihnachtsgrußkarte zu gestalten. Erst später entstanden seine LOVE-Walls und LOVE-Skulpturen. Die schablonenhafte Schrift, adaptiert von der kommerziellen Schildermalerei, wurde zum Leitmotiv all seiner „Sign-Paintings“. Sie sind auch gestaltgebend in der vorliegenden Edition, „Black Diamond Am. Dream 2“, die 1997 im Rahmen des Portfolios "American Dream" in einer Auflage von 395 Exemplaren in Kalifornien produziert und herausgegeben wurde.
Robert Indiana, Black Diamond Am. Dream 2
Out of stock
Mel Ramos
Mel Ramos (1935-2018) ist Pop-Art-Künstler der ersten Stunde. Der 1935 in Sacramento geborene Maler war an legendären Gruppenausstellungen mit Andy Warhol und Roy Lichtenstein beteiligt und holte die Massenkultur und Werbeästhetik in seine Bilder. „Sex sells“, diese erprobte Marketingstrategie entlarvte Ramos wie kein Zweiter.
Über die Darstellung weiblicher Superheldinnen wie Wonder Woman gelangte der Künstler in den 60er Jahren zu einer seiner bekanntesten Serien: den „Commercial Pin-Ups“. Mit nackten Frauen, die sich aus einem Snickers schälen, in Martini-Gläsern sitzen oder sich auf einer Cohiba räkeln, trieb er den Körper- und Konsumkult auf die Spitze. Ramos` kleinformatige Offsetlithografie „Coco Cookie“ ist Teil des Buchs „Superman im Supermarkt“, eine Reminiszenz an seine frühen Superhelden-Werke und anlässlich seines 80. Geburtstags erschienen.
Mel Ramos, Coco Cookie
Available
Jonathan Meese
„Mir liegt das Direkte und Schnelle, es ist am radikalsten“, sagt Jonathan Meese. Er wurde mit seinem Beitrag für die erste, von Klaus Biesenbach, Hans Ulrich Obrist und Nancy Spector kuratierte Berlin Biennale im Jahr 1998 international bekannt. Ob in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, im Pariser Centre Pompidou oder im MoMA PS1 in New York ‒ Meeses expressive Arbeiten finden weltweit größte Beachtung. Sein Oeuvre umfasst Ölgemälde, Skulpturen, aber auch ein umfangreiches druckgrafisches Werk. Bis März 2019 widmet die Pinakothek der Moderne Meese eine Einzelausstellung – unter dem Titel "Die Irrfahrten des Meese".
Jonathan Meese, Winchester 73
On inquiry
Lou Loeber
Lou Loeber widmete ihr Leben ganz der Kunst. Am 3. Mai 1894 wurde sie in Amsterdam geboren; ihr wohlhabendes Elternhaus war stets offen für neue künstlerische Entwicklungen in den Niederlanden um die Jahrhundertwende. Bereits 1913 bekam Loeber ihr eigenes Atelier, 1915 wurde die junge Malerin an der Rijksacademie voor Beeldende Kunsten, Amsterdam, aufgenommen. Sie war aktive Sozialistin und Pazifistin. Sie interessierte sich für den Kubismus und setzte sich intensiv mit „De Stijl“ und den Lehren des Bauhauses auseinander. 1928 schuf Loeber diesen bemerkenswerten Siebdruck in den Primärfarben Gelb, Rot und Blau neben Tiefschwarz und Grau - abstrakt und konkret zugleich!
Lou Loeber, Zonnebloemen
Out of stock
Marcel van Eeden
Der niederländische Künstler Marcel van Eeden ist fasziniert vom Tod ‒ genauer gesagt von der Frage, warum der Mensch so viel Angst vor ihm hat. Er selbst hat ein Konzept gefunden, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen: Van Eedens Arbeiten basieren ausnahmslos auf Bildmaterialien aus Zeiten vor seiner Geburt am 22. November 1965. Denn vielleicht lässt sich die Angst ja durch eine unerschöpfliche Vergangenheit besiegen. Der Zeichner beschreibt seinen künstlerischen Weg als permanente Auseinandersetzung mit der eigenen Nicht-Existenz, als eine Übung für das, was nach dem Tod kommen mag.
Marcel van Eeden, Short Stories, Carte Blanche-Versteigerung Dr. P. Müller
On inquiry
Jan Muche
Muches Malerei dieser frühen Zeit zeichnet sich aus durch eine gesteigerte Buntheit, den gleichwertigen Einsatz von Texten und Bildern, eine besondere Art der Figurendarstellung und einen von der Architektur inspirierten Bildaufbau. Dies gilt auch für seine Gemälde „Bleich“, „Oxy“ und „Inhalt“. Sie zeigen jeweils eine Frau, die uns entweder direkt anschaut oder in eine unbestimmte Ferne blickt. Alle drei Darstellungen vermitteln Zuversicht und Selbstbewusstsein. Sind diese Frauen Kämpferinnen und wenn ja, wofür kämpfen sie? Die Farbpalette ist breit angelegt. Farben und Formen strukturieren nicht nur den Hintergrund, sondern greifen auch in die figurative Darstellung ein, durchkreuzen und überschneiden sie. Dieser Bruch mit den Konventionen der Porträtmalerei ist ‚Muche pur’! Darüber hinaus verwendet der Künstler mit dem Wort „Inhalt“ das Medium der Schrift, das sich jedoch einpasst in die malerische Gesamtgestaltung.
Jan Muche, Oxy
On inquiry
Harald Hermann
Magische Orte und Rituale, Naturkatastrophen und Apokalypse – das sind wichtige Assoziationen für den Künstler Harald Hermann in seinem Werk. Sie faszinieren ihn, nicht nur inhaltlich, sondern auch visuell. In seinen Malereien herrscht eine einzigartige düster-märchenhafte Atmosphäre. Und auch wenn seine Arbeiten uns etwas über unsere Gegenwart erzählen, so wirken sie doch wie aus der Zeit gefallen. Oder anders gesprochen: Sie sind auf eine außergewöhnliche Art und Weise in allen Zeiten „gefangen“, sie schließen die Zukunft und die Vergangenheit – auch die Vergänglichkeit – mit ein. Zeigt Hermann uns ein Ende, einen Neuanfang?
Hermann hat als Grafiker begonnen, seit 2000 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Berlin. Der 1976 in Stuttgart geborene Maler stellt heute international erfolgreich aus, zuletzt bei Anna Jill Lüpertz, Galerie Crone oder im Tel Aviv Museum of Art. Ende Februar sind Werke des Künstlers im Berliner Art Space NR / Projects zu sehen.
Harald Hermann, Außerhalb der Zeit
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Joan Jonas
Die amerikanische Künstlerin Joan Jonas ist eine Pionierin der Video- und Performancekunst. In den späten 60er und frühen 70er Jahren hat sie grundlegend zum Vokabular dieser Kunstgattungen beigetragen. Im Zentrum ihrer Installationen – eines Mix aus Projektionen, Videos, Zeichnungen, Sounds und Objekten – steht die Erzählung. Inspiration findet Jonas in der Literatur und im Theater. Besonders das traditionelle japanische Noh-Theater spielt eine Rolle in ihrem Werk. Darüber hinaus greift Jonas Rituale auf, die sie während ihrer zahlreichen Reisen kennengelernt hat.
Joan Jonas, Ohne Titel (Joan Jonas)
On inquiry
Andreas Christen
International berühmt wurde der Schweizer Künstler und Industrie-Designer Andreas Christen (1936‒2006) für seine „Monoforms“, in Polyester gegossene, monochrom weiße Flachreliefs. Zu Weiß äußert sich der vielfach Ausgezeichnete so: „Weiß ist an sich eine äußerst komplexe Farbe. Ich verwende Weiß hauptsächlich deshalb, weil ich eine möglichst präzise räumliche Ortung des Werkes herstellen will. Ich bediene mich der Möglichkeiten und verzichte auf nichts.‟ Bereits 1960 nimmt ihn kein Geringerer als Max Bill in die Überblicksausstellung „Konkrete Kunst: 50 Jahre Entwicklung“ im Züricher Helmhaus auf. 1971/72 unterrichtet Christen an der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Hamburg. Zudem verbringt er einige Jahre in den USA, wo er Donald Judd kennenlernt, der sich von den durchdachten Detaillösungen des Künstlerkollegen inspirieren lässt.
Andreas Christen, Ohne Titel
Available
Augustin Tschinkel
Augustin Tschinkel (1905‒1983) studierte an der Akademie der Künste in Prag und schloss sich in den 1920er Jahren der „Gruppe progressiver Künstler“ rund um Gerd Arntz und August Sander an. Gemeinsames Ziel dieses politisch aktiven Verbunds war es, die Menschen in den sozialen Strukturen ihrer Zeit im Bild zu dokumentieren. Tschinkels Arbeit „Personnages“ ist ein prägnantes Beispiel dafür. Mithilfe nur weniger Linien entwirft er eine dichte Komposition aus sieben Figuren, hinter denen zwei rauchende Schlote aufragen ‒ ein eindringliches Zeugnis der politisch wie wirtschaftlich in Gärung begriffenen 1930er Jahre!
Augustin Tschinkel, Personnage
Available
Gerd Arntz
Ein Laib Brot, ein offen stehender Tresor, eine geballte Faust oder ein Maiskolben ‒ das sind nur vier Beispiele für die insgesamt gut 4.000 extrem reduziert gezeichneten Symbole, die der Künstler und Grafiker Gerd Arntz (1900‒1988), teils in Zusammenarbeit mit dem Soziologen und Philosophen Otto Neurath, ab Mitte der 1920er Jahre entwickelte. Diese Piktogramme sollten komplexe Sachverhalte allgemein verständlich machen, auch bzw. gerade für diejenigen, die des Lesens und Schreibens unkundig waren. Arntz’ Entwürfe sind bis zum heutigen Tag eine wichtige Quelle und Inspiration für Designer, Bildstatistiker und Grafiker weltweit.
Gerd Arntz, Bespiegelungen II
Available
Christian Schad
Christian Schad, 1894 in Miesbach/Oberbayern geboren, gehört zu den Hauptvertretern der „Neuen Sachlichkeit“. In seinen Arbeiten der 1920er Jahre untersucht er die neue soziale Wirklichkeit in der Weimarer Republik. Eines seiner Hauptwerke dieser Zeit, „Sonja“ (1928), das Porträt einer Berliner Sekretärin im schwarzen Chanel-Kostüm und mit Zigarettenspitze, gehört zur Sammlung der Neuen Nationalgalerie in der Hauptstadt. „Die apartesten, gepflegtesten und auch die schönsten Frauen, die mir bei meinen wechselnden Aufenthalten in Europa begegneten, waren die Berlinerinnen“, vermerkt Schad einmal. Zuvor, 1919, hat er, inspiriert von Dada und Surrealismus, die „Schadographie“ entwickelt: Ohne Verwendung einer Kamera belichtet er Papier und bildet Objekte darauf ab. Später wird er für sich die Symbolkraft von Bildern entdecken. Im Umfeld des „Magischen Realismus“ thematisiert er in seinem Werk nun Mythologie und Traumvisionen. 1982 stirbt der Künstler in Stuttgart. Die Stadt Aschaffenburg, wohin Schad 1943 zog, wird 2019 ein Museum für seinen Nachlass als ersten Bauabschnitt des neu geplanten „Museumsquartiers“ eröffnen.
Christian Schad, Varietéprobe
On inquiry
Philip Grözinger
„Trust“ ist eine aktuelle Arbeit des Malers Philip Grözinger aus diesem Jahr (2018). Es handelt sich um ein Original, von ihm in Öl und Acryl auf die Leinwand gebracht. In "Trust" schaut uns ein Außerirdischer an, der seine Raumkapsel in den Händen trägt. Kann man ihm trauen oder reißt er gleich sein nett lächelndes Maul auf? Diese Mischung aus Science-Fiction und Horror ist typisch für Grözingers malerische Fantasiewelten. Der in Berlin lebende, international bekannte Künstler Philip Grözinger wurde 1972 in Braunschweig geboren. Er studierte freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Als Künstler ist er ein Erfinder. Seine Bilder sind Visionen einer anderen Welt.
Philip Grözinger, Trust
On inquiry
Philip Grözinger
Der in Berlin lebende, international bekannte Künstler Philip Grözinger wurde 1972 in Braunschweig geboren. Er studierte freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Sein Werk umfasst Malerei, Zeichnung, Grafik und Skulptur. Grözingers künstlerisches Universum ist reich an Figuren, Kreaturen, Hybriden zwischen Mensch und Maschine. Als Künstler ist er ein Erfinder. Seine Bilder sind Visionen einer anderen Welt. Sie erzählen uns von der Zukunft und von den Weiten des Weltraumes gleich einem visuellen Science-Fiction-Roman. Humorvoll, sarkastisch, poetisch, so lässt sich Grözingers Werk beschreiben. Sein Farbauftrag ist expressiv, sein Kolorit mal grell, mal zurückhaltend.
Philip Grözinger, Finding New Ways of Enchantment
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Josh Klassman
Josh Klassman ist ein Insider, ein Skater, ein Fotograf. Er wuchs in Venice, dem westlichen Stadtteil von Los Angeles auf. Venice hat Kultstatus, Teenager aus aller Welt feiern mit Venice-Beach-T-Shirts den ewigen Sommer. Nicht weit vom Strand entfernt liegt der berüchtigte Venice Pavilion. Er war ab den 1970er Jahren nicht nur legendärer Skatepark, sondern auch ein gefährliches Pflaster mit täglichen Gang-Shootings. Hier verbrachte Klassman seine Jugend und dokumentierte mit seiner Nikon FM2 die Skate- und Surfszene der 80er und 90er Jahre. „My photos are an insiders perspective, I was a part of all you see, it was my everyday life.“ Klassmans Fotoarchiv aus analogen schwarz-weiß Bildern versammelt heute wertvolle Momentaufnahmen. Sie dokumentieren eine Zeit, in der aus Pionieren der Skateszene, wie beispielsweise Jay Adams, die ersten Profiskater wurden.
Josh Klassman, Bela Horvath, Surfstyle, Venice Pavilion (RIP), Venice Ca, Venice 1980s
On inquiry
Amelie von Wulffen
„Bilder 2000‒2015“ lautete der schlichte Titel der großen Werkschau von Amelie von Wulffen in der Münchner Pinakothek der Moderne 2015 – die dort versammelten Arbeiten der Senkrechtstarterin waren jedoch alles andere als schlicht. So zeigt eine ihrer Collagen John Travolta im Achselshirt vor gemalter Winterlandschaft, auf ihren Gemälden tummeln sich Monster oder ein Rudel weißer Hunde vor einem Haus am Berg. Und eine ganze Serie von Zeichnungen widmet sich Gemüse-Cartoons: Da stehen zwei Karotten mit einer Zwiebel, einer Stange Lauch und einem Messer zusammen neben einem kochenden Suppentopf und diskutieren lebhaft über – was?
Die 1966 geborene Künstlerin hat an der Münchner Akademie bei Olaf Metzel und Daniel Spoerri studiert – beides Künstler, die wie von Wulffen alle Möglichkeiten des Malerischen nutzen und die Grenzen dessen suchen, was Kunst ist.
Amelie von Wulffen, Ohne Titel
Out of stock
Stefan Marx
Seine Zeichnungen zieren neben Galeriewänden auch Plattencover, Skateboards, Zines und Theater-Broschüren. Die Rede ist von Stefan Marx, Jahrgang 1979. Der Zauber seiner Arbeiten liegt im Alltäglichen, das sie verhandeln. Für artflash hat Marx eine Edition mit Unikatcharakter geschaffen – humorvoll und eigensinnig – und limitiert auf 16 Exemplare.
Stefan Marx, Moonlightsss
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Piero Dorazio
The Italian abstract artist Piero Dorazio begins to paint at a zero point for the fine arts. Following World War Two, he embarks on a quest to find his own visual language: One that doesn’t illustrate anything but suffices entirely on its own. Through his paintings and sketches, the artist creates virtual colour spaces. In the spirit of Kazimir Malevich and Paul Klee, he pushes the abstraction of colour to its limits, translating visual art into subtle poetry.
Dorazio’s biography as an artist reads like a picture book: In 1947, he joins the École des Beaux-Arts in Paris. There, he meets Henri Matisse and Georges Braque. In 1953, he starts teaching at Harvard, where he meets Willem de Kooning and Robert Rauschenberg. He begins to receive invitations to the great international art shows: to the documenta in Kassel, Germany, to the Biennale in Venice. In 1961, he receives the renowned Prix Kandinsky.
Dorazio, however, longs for silence. He retreats into a deserted monastery in Italy where he creates works of art that merely appear simple because they are crafted from a place of technical perfection. Today, Dorazio’s life’s work is being rediscovered as a result of the big comeback of the ZERO movement.
Piero Dorazio, Palpito della Luce
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Julian Wasser
Julian Wasser war Fotograf von ‚Time’ als er diese legendäre Schachszene ablichtete. Mit der Fotografie "Duchamp Playing Chess with a Nude (Eve Babitz)" schuf er 1963 eine der berühmtesten Fotografien der Kunstwelt.
2014 wurde ein Print der Fotografie unter dem Titel „The Way We Were“ neu aufgelegt. Die Protagonisten auf dem Foto sind der französische Avantgarde Künstler Marcel Duchamp, der mit seinen Readymades zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Kunstwelt revolutionierte und Eve Babitz, eine junge Amerikanerin, die in der Kunstszene Kaliforniens eine bekannte Größe war. Während Duchamp am Schachtisch im schwarzen Anzug sitzt, ist die über 40 Jahre jüngere Eve Babitz vollkommen nackt. Nur ihre Haare bedecken ihr Gesicht. Wie konnte es zu dieser Provokation kommen? Die Schwarz-Weiß-Fotografie entstand im Pasadena Art Museum, während einer Retrospektive zu Ehren Duchamps. Es soll nicht, wie häufig vermutet, der Dadaist, Wegbereiter der Konzeptkunst und leidenschaftliche Schachspieler Marcel Duchamp gewesen sein, der diese Fotoszene inszenierte. Es soll Julian Wasser gewesen sein, der zu dem Bild angeregt hat. Babitz verlor zwar die Schachpartie, doch wurde sie seitdem für ihren Mut und ihre Schönheit verehrt.
Julian Wasser, The Way We Were / Marcel Duchamp and Eve Babitz, 1963
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Stefan Heyne
Stefan Heyne ist in seinem Werk zum Ursprung der Fotografie vorgedrungen. Das tatsächlich Sichtbare enthält er dem Betrachter vor. Straßenfluchten, Autos, Raumecken, Einrichtungsgegenstände oder Himmelsbilder ‒ seine Motive werden zur unsichtbaren Information. Stattdessen zeigt uns Heyne das pure Licht, ausgedrückt durch das Farbspektrum dieser Motive. Damit gelingt dem in Berlin lebenden Künstler ein neuer Blick auf die Fotografie. Ganz bewusst setzt er sich von der Düsseldorfer Fotoschule ab, die mit Thomas Ruff, Andreas Gursky und allen voran Bernd und Hilla Becher, der Repräsentation des Realen zugewandt, diese letztlich nie ganz verlässt. So gewinnt die „Neue Abstraktion“ in der zeitgenössischen Fotografie mit Heynes Neubefragung des Mediums eine bedeutende Position.
Stefan Heyne, Ohne Titel (Nr. 82 & Nr. 78)
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George Byrne
A swim ring’s shadow shimmers in the turquoise of a hotel pool. The angular railing of a single stair step appears like a sculpture, out of place. A dissimilar pair of palm trees reaches into the infinity of the clear blue sky, one of them completely in white. Its shadow likewise appears misplaced: Its stage is a light green wall adjacent to a deserted parking space. Shadows, palm trees, anonymous buildings, lifeless places, bizarre details — photographer George Byrne, born 1976 in Sydney, looks where nothing appears to be happening at all. But the street and landscape photography radiates, it is pure joie de vivre. A road movie that passes through enchanting colours, glimmering lights and unusual image compositions.
Byrne graduated from Sydney College of The Arts in 2001, travelled extensively, and then settled in Los Angeles in 2010 where he has been focusing on his photographic practice.
George Byrne, 99 Silverlake #3
Available
Sarah Morris
Sarah Morris, born in the US in 1967, is considered among the world’s most successful contemporary artists. She became well known as a result of her abstract paintings, whose geometric structures mirror skyscraper facades and question the architecture of modern metropoles. Urban landscapes and constructions are also the subjects of her films, in which she paints portraits of cities such as Washington, Las Vegas, New York or Los Angeles. Morris’ passing looks at events that determine a big city has been highly praised: “Capital (Washington D.C.)”, for example, shows the hustle and bustle around the White House during the last days of the Clinton Administration, whilst in “Los Angeles”, Morris observes Hollywood stars like Warren Beatty amid preparations for the Academy Awards.
Sarah Morris, Sony (Los Angeles)
Available
Christoph Niemann
Die Arbeiten des international gefragten Illustrators und Künstlers Christoph Niemann sind genauso schlicht wie genial: Wenn ein Mohnbrötchen in seinen Zeichnungen zum Dreitagebart mutiert, Bananen zu Hinterflanken eines Pferdes oder Eddings zu gestiefelten Beinen werden, nicken wir zustimmend und müssen schmunzeln. Aber selber darauf gekommen wären wir nie! Seit sieben Jahren postet Niemann in seinem Sonntags-Blog „Abstract Sunday“ in der „New York Times“ seine erfindungsreichen und humorvollen alltäglichen Beobachtungen. Der für artflash geschaffene Siebdruck trägt den einfachen Titel „Legs“ – und erzählt doch so viel mehr!
Christoph Niemann, Legs
Available
Jonathan Meese
Jonathan Meese ist das Enfant terrible der Kunst und einer der radikalsten Aktionskünstler seiner Zeit. Er malt, baut Skulpturen, schreibt und kreiert Bühnenwelten, wie für Frank Castorf.
Populär wurde Meese sowohl durch seine Rolle als durchgeknallter Künstler in dem Film „Sonnenallee“ von Leander Haußmann als auch durch seine Teilnahme an der ersten Berlin Biennale 1998, auf der seine raumgreifende Installation aus Fotocollagen und Fundstücken, die als „Messie-Zimmer“ bekannt wurde, für Aufsehen sorgte. Seine prophetische Attitüde weiß er wirkungsbewusst und marktwirksam in Szene zu setzen, und ein Grund für seinen Erfolg mag sein, dass man nie weiß, ob Meese das, was er sagt, selber glaubt oder ob er es nur vorgibt. Der Künstler wurde mit seinem Beitrag für die erste, von Klaus Biesenbach, Hans-Ulrich Obrist und Nancy Spector kuratierte Berlin Biennale im Jahr 1998 international bekannt. Ob in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, im Pariser Centre Pompidou oder im MoMA PS1 in New York ‒ seine expressiven Arbeiten finden weltweit größte Beachtung.
Jonathan Meese, Richard Wahnkind
Out of stock
Juergen Teller
Juergen Teller gehört international zu den gefragtesten Fotografen der Gegenwart. Seine Fotografien aus den Bereichen Mode, Musik und VIP´s sind Kult, seine Porträts Kunst.
Der Starfotograf wurde 1964 in Erlangen geboren, ab 1986 lebt Teller in London. 1991 wurde er bekannt als seine Bilder der Band Nirvana veröffentlicht wurden. Zu seinen bekanntesten Fotos zählt Tellers Inszenierung von Victoria Beckham aus dem Jahr 2009: Aus einer überdimensionalen Marc-Jacobs-Einkaufstüte ragen Beckhams Beine heraus, als säße sie auf dem Stuhl eines Gynäkologen. Juergen Tellers Fotografien brechen mit Sehgewohnheiten, die Übertreibung in seinen Inszenierungen kennt keine Grenzen. Oft fotografiert Teller in Serien. Auch Alltagsszenen und Landschaftsaufnahmen zählen dazu. Seit 2016 tourt Tellers Werkschau „Enjoy Your Life“ durch Museen in Deutschland und der Schweiz.
Juergen Teller, Swimming, Glemmingebro, Sweden
Out of stock
Louise Bourgeois
It is no exaggeration to call Louise Bourgeois the grand dame of contemporary art. The artist who died in 2010 with 98 years of age was exhibited in the biggest museums worldwide and in 1982 the Museum of Modern Art in New York even dedicated a solo-exhibition to her - it was the first time in the museum’s history that this honour was shown
to a woman. Despite that Bourgeois is also known as on of the most expensive artists worldwide and her sculptures, installations of bronze, marble, plaster and latex are
achieving the highest offers. Nevertheless this honouring is not necessarily in Bourgeois personal interest. The emancipated artist, who was born in France but lived in New York since 1938, always rebelled against the conventional and against what was supposed to be suited for a lady. Even when she was in her later years Bourgeois still organized her legendary salons in her studio in Chelsea and looked for the exchange with young artists
She remained a person of inquiry, who used her autobiographical inspired art to address feelings of anxiousness, hatred, madness and most of all her traumatizing childhood memories.
Louise Bourgeois, The Reticent Child
Out of stock
Rupprecht Geiger
Die Farbe hatte es ihm angetan. Sie war Rupprecht Geigers einziges Motiv. Yves Klein widmete sich dem Blau, Geigers Kosmos wiederum war das Rot. Die Leuchtspur des Lippenstifts aus einem Care-Paket für seine Frau war der Auslöser seiner Begeisterung für diese Farbe. Zunächst als Architekt tätig, wurde Geiger in der NS-Zeit als „Kriegsmaler“ an die Ostfront geschickt. Heute gilt er als herausragender Vertreter der gegenstandslosen Malerei in Deutschland. Seit den 70er Jahren bannte der Münchner Künstler – in der bayerischen Metropole wurde er 1908 geboren und verstarb mit 101 Jahren – die Farbe Rot immer und immer wieder auf Leinwand, in Nuancen von hellem Gelb bis ins tiefste Violett. Der vierfache documenta-Teilnehmer und Mitbegründer der Künstlergruppe ZEN 49 setzte auf klare Formen wie Kreise oder Quadrate, die einzig dazu dienen sollten, die Farbe unbeeinflusst hervortreten zu lassen.
Rupprecht Geiger, Edition 2010
Out of stock
Raymond Pettibon
For some, he is "one of the most powerful chroniclers of the American Dream", for others, the illustrator of American punk rock - who designed album covers for bands like "Black Flag" and " Sonic Youth" - is legendary. The artist in question is Californian Raymond Pettibon (born 1957). In the early 1980s, Pettibon began to publish his ink drawings, which often combine socially critical texts with images. The punk fans became art collectors and Pettibon became one of the most sought after contemporary artists to date.
Raymond Pettibon, One more line
On inquiry
Lawrence Weiner
Die Idee für ein Kunstwerk ist bereits das Kunstwerk selbst ‒ Lawrence Weiner hat den Kunstbegriff radikalisiert. In den sechziger Jahren, einer der bedeutendsten Dekaden der Gegenwartskunst, leistete er Pionierarbeit: Er machte Sprache zum Medium der bildenden Kunst. Mit seinen Textbotschaften demokratisierte er die Kunst. Der Künstler als Autor mit Deutungshoheit rückte in die Ferne, der Betrachter geriet ins Zentrum. Wie selten zuvor lag es an ihm, ein Werk gedanklich zu vollenden. 1968 bekräftigte Weiner in drei kurzen Leitsätzen, dass ein Kunstwerk keine physische Gestalt mehr annehmen muss: „1. Der Künstler kann die Arbeit herstellen. 2. Die Arbeit kann angefertigt werden. 3. Die Arbeit muss nicht ausgeführt werden.“
Weiner wurde 1942 in der Bronx, New York, geboren. Heute lebt und arbeitet er in der Stadt am Hudson und in Amsterdam. Er zählt zu den bekanntesten Künstlern weltweit und gehört neben Joseph Kosuth, Robert Barry und Sol LeWitt zu den führenden Figuren der US-amerikanischen Konzeptkunst. Er war Teilnehmer der documenta-Ausstellungen 5, 6, 7 und 13 in Kassel und der 36., 41., 50. und 55. Biennale in Venedig. Seine Arbeiten sind weltweit in den wichtigsten Museumssammlungen der Gegenwartskunst zu Hause. 2007 bis 2009 fand im Whitney Museum, New York, im MoCA, Los Angeles, und im K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, eine große Retrospektive seines Werkes statt.
Lawrence Weiner, A & The as an A in a Whirl
On inquiry