Jonathan Meese

Richard Wahnkind

, 2005
  • Material
    2 farbige Lithografie
  • Herstellungsmethode
    Vorderseitig signiert, datiert und mit e.a. gekennzeichnet
  • Auflage
    40
  • Maße
    65 x 50 cm
  • Details zum Rahmen
    Edler handgefertigter Ahornholzrahmen, nußdunkel gewachst, mit 10 mm Distanzleiste. Außenmaße des Rahmens: ca. 56,5 x 72 cm, staubdicht verklebt. Mit schmaler Leiste und rückseitiger Vorrichtung zum einfachen Aufhängen.
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Über den Künstler

Jonathan Meese ist das Enfant terrible der Kunst und einer der radikalsten Aktionskünstler seiner Zeit. Er malt, baut Skulpturen, schreibt und kreiert Bühnenwelten, wie für Frank Castorf. Populär wurde Meese sowohl durch seine Rolle als durchgeknallter Künstler in dem Film „Sonnenallee“ von Leander Haußmann als auch durch seine Teilnahme an der ersten Berlin Biennale 1998, auf der seine raumgreifende Installation aus Fotocollagen und Fundstücken, die als „Messie-Zimmer“ bekannt wurde, für Aufsehen sorgte. Seine prophetische Attitüde weiß er wirkungsbewusst und marktwirksam in Szene zu setzen, und ein Grund für seinen Erfolg mag sein, dass man nie weiß, ob Meese das, was er sagt, selber glaubt oder ob er es nur vorgibt. Der Künstler wurde mit seinem Beitrag für die erste, von Klaus Biesenbach, Hans-Ulrich Obrist und Nancy Spector kuratierte Berlin Biennale im Jahr 1998 international bekannt. Ob in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, im Pariser Centre Pompidou oder im MoMA PS1 in New York ‒ seine expressiven Arbeiten finden weltweit größte Beachtung.

Über die Edition

„Richard Wahnkind“ ist trotz des Zähnefletschens eher Mensch als Tier. Begegnen möchte man der Person, die dieser finster dreinblickende Porträtkopf repräsentiert, dennoch nicht. Wer ist dieser Richard Wahnkind? Jonathan Meese setzt sich seit vielen Jahren mit Wagners Oper „Parsifal“, dem Mythos von Bayreuth und dessen Schöpfer Wagner auseinander. Den Komponisten unter dem Namen „Richard Wahnkind“ zu porträtieren, ist bei dem provokanten Wagnerianer Meese keine Überraschung. 2005 performte er „Jonathan Meese ist Mutter Parzival“ an der Berliner Staatsoper. Hier bot er einen drehbaren Parsifal-Kopf dar, bei dem es sich eigentlich um den Schädel Wagners handelte, und trieb damit das Spiel mit dem eigenen Selbstbild auf die Spitze. So gibt der Hinweis „Mutters“ in der Lithografie „Richard Wahnkind“ (2005) womöglich ebenfalls einen Hinweis auf ein Selbstporträt des Malers.

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